Holzbildhauer Helmut Kubitschek zeigte BZ-Lesern, wie man Masken schnitzt


Veröffentlichungsdatum:
09 Februar 2018
Daher war es für 19 BZ-Leser etwas Besonderes, am Donnerstag noch einmal einen Blick in die Werkstatt und das Atelier des Schnitzmeisters werfen zu dürfen. Kubitschek hatte für die Veranstaltung "BZ Hautnah" seine Türen geöffnet, um zu zeigen, wie eine Maske entsteht.
Im Schuppen seines Hinterhofs lagern große Stücke Lindenholz. Linde eigne sich besonders gut, sagt er. Sie ist feinfaserig, gleichförmig, nicht zu hart. Kubitschek sägt sich ein schuhschachtelgroßes Stück heraus, hobelt es, zeichnet darauf mit Hilfe einer Schablone den Umriss und das Profil einer Maske. Dann sägt er die äußere Grundform zu, bevor er mit Schnitzeisen und Holzhammer die Kopfform aushöhlt und mit der feinen Schnitzarbeit beginnt.
Wenn nicht gerade 19 interessierte BZ-Leser in seiner Werkstatt stehen, ist Kubitschek allein. Nur Johnny Cash und Santana sind da, wenn er sie in den CD-Player schiebt. Ob er nicht Hilfe brauche, fragte eine Leserin. Ob das jetzt eine indirekte Anfrage für ein Bewerbungsgespräch sei, fragt er zurück und lacht. Kubitschek hat den Beruf 1969 angefangen. Er hat in seiner Zunft viele gesehen, die kamen – vor allem aber viele, die gingen.
Die großen Zeiten der Holzbildhauer sind vorbei
Im Schuppen seines Hinterhofs lagern große Stücke Lindenholz. Linde eigne sich besonders gut, sagt er. Sie ist feinfaserig, gleichförmig, nicht zu hart. Kubitschek sägt sich ein schuhschachtelgroßes Stück heraus, hobelt es, zeichnet darauf mit Hilfe einer Schablone den Umriss und das Profil einer Maske. Dann sägt er die äußere Grundform zu, bevor er mit Schnitzeisen und Holzhammer die Kopfform aushöhlt und mit der feinen Schnitzarbeit beginnt.
Wenn nicht gerade 19 interessierte BZ-Leser in seiner Werkstatt stehen, ist Kubitschek allein. Nur Johnny Cash und Santana sind da, wenn er sie in den CD-Player schiebt. Ob er nicht Hilfe brauche, fragte eine Leserin. Ob das jetzt eine indirekte Anfrage für ein Bewerbungsgespräch sei, fragt er zurück und lacht. Kubitschek hat den Beruf 1969 angefangen. Er hat in seiner Zunft viele gesehen, die kamen – vor allem aber viele, die gingen.
Der große Holzbildhauer-Boom war Ende der 70er, Anfang der 80er. "Damals richtete jeder aus der Nachkriegsgeneration ein Häuschen ein", erzählt Martin Schonhardt. Der stellvertretende Landesinnungsmeister war zwar nicht bei "BZ Hautnah" dabei, berichtet aber am Telefon davon, wie die Menschen zu jener Zeit Figuren, Wandbilder und Grabmale aus Holz anfertigen ließen. "Es gab damals kein Hotel oder Restaurant, das nicht eine Beschilderung aus Holz am Eingang anbrachte." Aber irgendwann geht jeder Trend einmal vorbei, auch der mit Holzarbeiten.
Von 50 Innungsmitgliedern in den 80ern sind landesweit heute noch 25 übriggeblieben. Helmut Kubitschek sagt den BZ-Lesern in seiner Werkstatt allerdings, er habe große Hoffnung, dass sein Beruf niemals aussterben werde. Vor sechs Jahren hat die Landesinnung das Konzept für Auszubildende reformiert. Mittlerweile kann man an der Friedrich Weinbrenner Gewerbeschule in Freiburg eine dreijährige Ausbildung zum Holzbildhauer und Holzdesigner absolvieren. Die Azubis bekommen einen Gesellenbrief – und die Fachhochschulreife obendrauf. "Da kommt was nach", sagt Kubitschek. Bis es so weit ist, wird er halt weiterhin die Masken schnitzen, als Beruf – und als Hobby.
Von 50 Innungsmitgliedern in den 80ern sind landesweit heute noch 25 übriggeblieben. Helmut Kubitschek sagt den BZ-Lesern in seiner Werkstatt allerdings, er habe große Hoffnung, dass sein Beruf niemals aussterben werde. Vor sechs Jahren hat die Landesinnung das Konzept für Auszubildende reformiert. Mittlerweile kann man an der Friedrich Weinbrenner Gewerbeschule in Freiburg eine dreijährige Ausbildung zum Holzbildhauer und Holzdesigner absolvieren. Die Azubis bekommen einen Gesellenbrief – und die Fachhochschulreife obendrauf. "Da kommt was nach", sagt Kubitschek. Bis es so weit ist, wird er halt weiterhin die Masken schnitzen, als Beruf – und als Hobby.
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